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Hinter den Kulissen im Affenhaus-Neubau und Korallen Zucht im Vivarium des Zolli Basel.
Text vom Zolli Presse-Apero vom 09. März 2011 Heidi Rodel & Thomas Jermann

Redigierte Seite: 15.07.2011 Neu! Affen sind zurück!

Dr Vari hat die Fotos gemacht! Im Affenhaus für sie, da das Publikum nicht alle hinter die Kulissen schauen können.

Fotos machen hoffentlich neugierig. In Natur etwas selber sehen ist immer noch besser! Hier mein Typ, gehen sie ab und zu in den Zoo, mit einem (Jahres-ABO Erw. CHF 80. -) ist das kein Luxus! Am Morgen ist am meisten los und bei jedem Wetter ist die Stimmung anders. Wahre Erholung!
Zoo Basel, Ineluege!

Projektleiterin Heidi Rodel hat uns sehr kompetent durch den Neubau im Affenhaus geführt!

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Innenausbau im Affenhaus in vollem Gange
Die Bauarbeiten am aus den 60er-fahren stammenden Affenhaus des Zoo Basel laufen der- zeit auf Hochtouren. Im Juni kommen die Affen zurück ins umgebaute Haus. Dann muss alles soweit bereit sein, damit sie sich in ihrem neuen Heim wohlfühlen. Im Sommer 2012 soII die Gesamtanlage mit den von Netzen begrenzten Freianlagen eröffnet werden. Das genaue Datum des Einzugs ist noch nicht klar. ,,Der Zolli hofft, dass mit dem Beginn der Sommerferien, nach einer kurzen Eingewöhnungszeit das Haus wieder zugänglich gemacht werden kann", erklärt Projektleiterin Heidi Rodel.

Damit die Menschenaffen im Haus mehr Platz haben,
sind die Aussenwände ihres Wohnbereiches um zwei bis sieben Meter weiter nach aussen verschoben worden. Das 2500 Quadratmeter grosse Dach ist jetzt mit grosszügigen, zusätzlichen Oberlichtern versehen, die viel Licht zu den Tieren ins Haus leiten sollen. Ausgeklügelte Haustechnik schafft ein Klima wie es Affen mögen: eine Bodenheizung und Radiatoren sorgen für Wärme und Lüftungsaggregate heizen die Luft vor und befeuchten sie. An Selbsttränken können sich die Menschenaffen auf Knopfdruck mit frischem Wasser bedienen. Eine Benebelungsanlage bietet die gewünschte hohe Luftfeuchtigkeit. Die begrünten Wände werden automatisch bewässert und die sage und schreibe 84 Schieber werden mittels einer Hydraulikanlage bedient.

Neues fürs Publikum, Erleichterung für das Tierpflegepersonal
Im Besucherbereich wird Bewährtes erhalten und Neues geboten. Der beliebte Besucherbereich mit der Aussichtstreppe wurde belassen. Eine Hebebühne für Rollstühle erlaubt endlich auch Gehbehinderten Gästen den Besuch der unteren Besucherebene. Eine kleine Ausstellung über Themen rund um die Menschenaffen ist in Produktion. Für das Publikum nicht sichtbar, aber nicht minder, wichtig sind Erleichterungen im Arbeitsbereich der Tierpflegerinnen und Tierpfleger. Durch die neuen, grossen Türen können die Tieranlagen betreten werden, ohne dass man sich bücken_muss. Der Gang hinter den Tieranlagen irt uo1 einem auf zwei Meter verbreitert und befahrbar gemacht worden und eine Zufahrt den Keller erleichtert Anlieferung und Entsorgung.

Eine Spende hat es möglich gemacht
Noch viel ist zu tun bis zum Umzugstermin der Affen im |Juni. ,,Als einer der nächsten Schritte werden die Tieranlagen mit Kletterbäumen und Seilen eingerichtet,,, erklärt Projektleiterin Heidi Rodel. Aber noch unzählige andere kleinere und grössere Arbeiten stehen an. Ali dies möglich gemacht hat die in der Zolli Geschichte einmalige Spende der Eckenstein-Geigy-Stiftung von 25 Millionen Franken. Für die ,,Neue Ergebniswelt für Menschenaffen sind Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich, Peter Stiner, Architekt ETH/BSA, Basel verantwortlich, für die Netzräume Conzett Bronzini Gartmann AG, Chur und Pfeifer Ingenieure, Konstanz.

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Thomas Jermann, Kurator Vivarium Projektleiter Ozeanium

Zucht unter Wasser -
Wie sich Korallen im Aquarium vermehren lassen Im Vivarium wächst und spriesst es in den tropischen Aquarien. Dank grossen Fortschritten in der Tierhaltung und in der Erforschung ihrer Biologie stammen heute mehr als 90 Prozent der Korallen im Zoo Basel aus eigener Zucht. Die dazu verwendeten Techniken sind ebenso absonderlich wie die Fortpflanzungsstrategien der "Blumentiere" selbst.

Im Vivarium des Zolli wuchert es überall.
Noch vor 20 Jahren galten Korallen als extrem schwierige Pfleglinge. Seither hat die Aquarien-Haltung immense Fortschritte gemacht. Das Wissen um die seltsamen Fortpflanzungsmechanismen und verbesserte technische Einrichtungen machen es heute möglich, unzählige Arten von tropischen Korallen im Aquarium zu vermehren.

Korallen hausgemacht
In den bunten Riffaquarien im Vivarium gedeihen fast ausschliesslich Korallen, die im Zolli vermehrt wurden. Nur einige wenige Arten und Individuen stammen direkt aus dem Meer. Manche von ihnen sind mehrere |Jahrzehnte alt. Die Techniken der Korallenzucht scheinen einfach: Von Steinkorallen werden von Hand oder mit einem Messer kleine Stücke abgebrochen und auf einem Stück Fels fixiert. Die Koralle wird mit einer speziellen Art von Mörtel angeklebt, oder das neue Fragment in einen Felsspalt geklemmt, wo es weiter- wächst. Bei Weich- und Hornkorallen schneidet man kleine Stücke mit einer scharfen Schere ab und befestigt sie mit Zahnstochern und Gummiringen auf einem noch freien Stück Riff. Der Eingriff schadet der betroffenen,,Mutterkoralle" nicht.

Das Licht muss stimmen
Die kleinen Korallenfragmente müssen sorgsam gehegt werden, damit sie zu einer ansehnlichen Grösse heran wachsen und selbst Teil eines funktionierenden,,Ökosystems Korallen-Aquarium" werden. Tropische Korallen brauchen vor allem viel Sonnenlicht, um schnell und gesund wachsen zu können. Darüber hinaus müssen alle Bestandteile des natürlichen Meerwasser, beispielsweise Spurenelemente, in der korrekten Menge vorhanden sein. Korallen wachsen unter guten Bedingungen im Aquarium rasend schnell. Von natürlichen Korallenriffen liest man immer wieder von Wachstumsraten von wenigen Millimetern pro Jahr. im Aquarium wachsen die halbnatürlichen Riffe in derselben Zeit einige Dezimeter, denn hier können Korallen fressende Tiere und zerstörerische Stürme keinen Schaden anrichten.

Seltsame Strategien im Korallenriff
Korallen vermehren sich auf ganz unterschiedliche Weise. Sie geben entweder Eier und Spermien ins Umgebungswasser ab oder behalten befruchtete Eier in ihrem Gewebe, bis sich kleine |junge gebildet haben. Die Eier und Larven werden von Strömungen verfrachtet und wachsen später zu jungen Korallen aus. Es gibt aber auch vollständig sexlose Varianten der Vermehrung, wie zum Beispiel das Erbrüten von asexuell erzeugten Larven, die Bildung von Satelliten, die,,Ausbürgerung" einzelner Individuen, die Spaltung, die Fragmentation oder die Knospung.

Zoo Basel


       
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