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Vari am Zolli Presse-Apero vom 12. Oktober 2011
Themen: Aussenanlage der Menschenaffen und 3 Junge bei den immer Bewegungsfreudigen Totenkopfäffchen.

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Fotos: Copyright © VARI - Agentur Variable!


Der Bau der Menschenaffen-Aussenanlagen schreitet voran.
Noch ein Jahr warten, dann eröffnet der Zoo Basel die ,Erlebniswelt für Menschenaffen,. Die Baustelle ist so weit fortgeschrittenen, dass sich erahnen lässt wie die Aussenanlagen der Orang-Utans, Schimpansen und Gorillas einst aussehen werden.

Vor dem Affenhaus im Zoo Basel stehen derzeit staunende Besucher und beobachten für einmal Kräne statt Tiere. Millimetergenau werden riesige Betonpfeiler gesetzt, die Bauarbeiten zu den Menschenaffenaussenanlagen sind in vollem Gange. Nach dem im Sommer eröffneten, umgebauten Affenhaus sollen im Herbst 2012 die Aussenanlagen fertiggestellt sein. Fünf voneinander getrennte Netzräume stehen dann den Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans als frei zugänglicher Aussenbereich zur Verfügung.

Grüne Häuser
Die fünf Netzräume werden unterschiedlich gross und 6-16 Meter hoch. So entsteht eine für Besucher wie Bewohner abwechslungsreiche Anlage. Für die schweren Menschenaffen war nicht ein leichtes, schwebendes Netzwerk gewünscht. Entstehen wird eine erdgebundene Konstruktion, die den Menschenaffen widersteht und ihnen gleichzeitig ein Betätigungsfeld bietet, indem sie die Konstruktion selbst zum Sitzen und Klettern nutzen können. Die an Seilen befestigten Netze sind zwischen dreiteilige Pfeiler gespannt. Die Netzräume sollen später von Pflanzen überwachsen werden und wie begrünte Häuser wirken.

Ein Kletterwald aus Pfeilern
39 Pfeiler oder Pylone werden schlussendlich rund um das Affenhaus stehen. Jene 12, welche die Schimpansen-Anlage begrenzen, stehen bereits und geben einen ersten Eindruck davon, was Mensch und Menschenaffen in Zukunft erwartet. Die Oberfläche der Pylonen wurde aufgeraut und bietet eine grifffeste Klettermöglichkeit. Das Aufstellen und Ausrichten der Pylone ist Präzisionsarbeit. Damit die bereits hergestellten Seile und Netze passen, darf die Abweichung vom Plan maximal ein paar Millimeter betragen. Anfang November werden die ersten Seile und Netze im Bereich Schimpansen montiert.



Sitzen und Verweilen
Auf dem Weg zum Affenhaus sind die ersten Zeichen der geplanten neuen "Piazza" zu sehen. Ein breiter Besucherweg mit grünen Inseln und einer Vielfalt an Sitzmöglichkeiten bietet ab November rund 100 Besucherinnen und Besuchern Platz zum Verweilen, Picknicken oder Ausruhen. Grosse Gruppen und Schulklassen finden dort genügend platz um sich zu sammeln oder zu diskutieren. Bis die Gesamtanlage eröffnet wird, muss sich das Publikum noch ein fahr lang gedulden. Die Wartezeit verkürzen wird die Ankunft der Orang-Utans. Sie weilten während der Bauzeit im Zoo Gelsenkirchen und kommen voraus- sichtlich etwas früher zurück in den Zolli.

Nachwuchs bei den Totenkopfäffchen - Kindersegen im umgebauten Affenhaus Drei gesunde und muntere Totenkopfäffchen in der machen im Zoo Basel in diesen Tagen die ersten Kletterübungen. Die putzigen Äffchen mit der auffälligen gelben Färbung sind Teil eines Erhaltungszuchtprogramms der europäischen Zoos.

Drei kleine Totenkopfäffchen klammern sich im Zoo Basel an ihre Mütter und schauen noch etwas unsicher in die We1t. Geboren sind sie am 17. August, am23.und2Z. September. Älle drei sind noch fast ausschliesslich auf Mutters Rücken unterwegs, nur ab und zu dürfen sie absteigen und am Gitter des Zwischengangs die ersten Kletterversuche machen. Die |ungen vom letzten |ahr interessieren sich fast zu sehr für die drei Kleinen. Beim Ver- such sich den Nachwuchs zu schnappen, kann es auch einmal Krach geben. Dann halten die drei Mütter zusammen und verjagen allzu aufdringliche Artgenossen.

Luis ist ruhiger geworden
Vater Luis (14), das Zuchtmännchen der Weibchengruppe, interessiert sich wie bei Totenkopfäffchen üblich, nicht für seinen Nachwuchs. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat er sich mittlerweile gut im Zolli eingewöhnt. Wie nicht selten bei von Hand aufgezogenen Tieren zeigte er zu Beginn Verhaltensauffälligkeiten und stellte den Weibchen und jungen der Gruppe nach. Nach einigen Behandlungsversuchen hat sich sein Verhalten zum Glück von selber normalisiert und er lässt seine Artgenossen in Ruhe.



Insel und Dachvolieren
Besonders schön sind die Totenkopfäffchen im Moment auf der herbstlichen Ausseninsel zu beobachten. Dort lassen sich die auf dem Rücken der Mutter reitenden Kleinen auch von den gewagten Sprüngen von Ast zu Ast nicht einschüchtern. Freudige Aufregung gibt es, wenn der Tierpfleger Heuschrecken als Futter auf der Anlage verteilt. Seit Jahren teilen sich die Totenkopfäffchen ihren Lebensraum auf der Insel mit den Wollaffen, genau wie in ihrem Ursprungsgebiet, dem Amazonaswald, wo sich die Heimgebiete der beiden Arten überlappen.

Männliche Kraftprotze
Totenkopfäffchen leben in Grossgemeinschaften von gegen hundert Tieren, in denen Weibchen den sozialen Kern bilden. Die männlichen Tiere leben eher am Rande. Für Affen ungewöhnlich ist die saisonale Paarungszeit. Während dieser Zeit entfalten die geschlechtsreifen Männchen eine ausgesprochene Rivalität. Die dominanten Männer legen dann einen Fettvorrat an und können bis zu 200 Gramm schwerer werden als ihre Partnerinnen. In dieser Zeit sind sie überaktiv, ausgesprochen aggressiv und markieren ihr Territorium mit Urinduftmarken. Die Weibchen sind etwas über fünf Monate trächtig und die |Jungtiere werden im Freileben in die an Insekten und anderen Kleintieren reiche, ausgehende Regenzeit hinein geboren.

Bestand rückläufig
Totenkopfäffchen sind in der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources ) als nicht gefährdet aufgeführt. Die Bestände sind hauptsächlich wegen Bejagung und Lebensraumverlust abnehmend. Der Zoo Basel beteiligt sich am Erhaltungszuchtprogramm der EAZA (European Assoziation of Zoos and Aquaria).

RednerInnen:
Begrüssung: Olivier Pagan, Direktor
Baustelle Menschenaffen: Heidi Rodel, Projektleiterin
Olivier Pagan, Direktor
Totenkopfäffchen: Stefan Hoby, Zootierarzt, Kurator Affen ad interim
Stefan Lopez, Tierpfleger

Und noch viel mehr Infos über den Zoo Basel lesen sie hier!    

           
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